Das Gasthaus Zum Schwan

Das Gasthaus „Zum Schwanen“ ist eine der drei Traditionsgaststätten, die den Höchster Schlossplatz prägen, das Schatzkästlein der Höchster Altstadt. Die etwa 7,5 Hektar große Altstadt ist das größte zusammenhängende Fachwerkensemble Frankfurts und gehört dem Verein „Deutsche Fachwerkstraße“ an. Trotz einiger schwerer Brände in der Stadt, u. a. der beiden großen Stadtbrände vom 10. Dezember 1586 und 24. September 1778, und Verwüstungen im Dreißigjährigen Krieg haben viele alte Gebäude die Jahrhunderte überstanden. Selbst im Zweiten Weltrkrieg gab es in Höchst nur verhältnismäßig geringe Kriegsschäden, es wurden insgesamt 53 Häuser beschädigt oder zerstört. Die historische Altstadt blieb erhalten.

Die Gaststätte „Zum Schwan“  war noch 1637 das Brauhaus der benachbarten Gaststätte „Zum Karpfen“, die es heute nicht mehr gibt. Das Haus „Karpfen“ am Höchster Schlossplatz 11 war ein gotischer Fachwerkbau und wurde bereits um 1500 erstmals als Wirtshaus erwähnt. Das ursprüngliche Gebäude wurde im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt und 1633 durch einen Nachfolgebau ersetzt. Das Gasthaus hatte durch seine Lage am Schlossplatz, auf dem auch anfangs zeitweise der Höchster Wochenmarkt abgehalten wurde, und am Zollturm als dem wichtigsten Stadttor zum Main eine herausragende Stellung: Das Marktschiff zwischen Frankfurt und Mainz hielt um die Mittagszeit in Höchst, und die Fahrgäste gingen meist an Land zum Mittagessen. Der „Karpfen“ war die erste Anlaufstelle, wegen seiner Gastlichkeit bekannt und  gut beleumundet. Der Maler Albrecht Dürer berichtet im Tagebuch seiner niederländischen Reise über den „Karpfen“, Geheimrat Goethe erwähnt ihn in „Dichtung und Wahrheit“ und zeichnete von seinem Fenster aus 1770 das Höchster Schloss.1973 musste das Gebäude aus dem Jahr 1633 wegen starker baulicher Mängel abgebrochen werden.

Das Bier, das dort ausgeschenkt wurde, stammte aus den Kellern des heutigen „Schwans“. Das Brauhandwerk war in Höchst weit verbreitet; es gab mehr als 20 Brauereien, von denen als letzte das Höchster Brauhaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts an die Henninger Bräu fiel. Das Haus „Zum Schwan“ wurde 1986 von der Henninger Bräu verkauft; der heutige Wirt Holger Häusser hat es im Dezember 2015 frisch renoviert wiedereröffnet. Er legt wieder Wert auf gute regionale Qualität, schenkt besondere Biere aus und – eine Besonderheit – das Stöffche der „Neuenhainer Apfelweinschmiede“, das in Frankfurt ausschließlich bei ihm zu bekommen ist: Ein nach alter Tradition von einem jungen Team in handwerklicher Tradition hergestellter Apfelwein. Dazu gibt es gutbürgerliche Küche mit regionalen und saisonalen Spezialitäten, ganz wie man es aus dem alten Höchst her kannte. Tradition ist nämlich nicht das Bewahren der Asche, sondern das Hüten der Flamme…

Der Clou der ist, dass der „Schwan“, das „Schlosscafé“ und der Schlosskeller im Höchster Schloss, auf das man von der Terrasse des „Schwans“ blickt,  zusammengehören und keine 150 Meter voneinander entfernt liegen. Der Schlosskeller  inklusive der parkähnlichen Schlossterrasse eine Top-Adresse zum Feiern – egal ob Geburtstage, Hochzeiten oder Firmen-Events. Wahlweise kann je nach Größe der Gruppe das Essen im „Schwan“ oder bei einem externen Caterer  bestellt werden. Holger Häusser steht gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Und ein nächtliches Feuerwerk auf der Schlossterrasse ist ein unvergesslicher Höhepunkt einer jeden Feier.

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